globalisierung bedeutet flüchtigkeit. alles ist relativ und nichts ist sicher.
die einzige sicherheit ist die gegenwart, der moment.
x und y leben für den moment, weil es keine andere möglichkeit gibt zu lieben.
weil morgen immer unsicher ist. der hauch der ewigkeit macht angst, denn
sie haben gelernt, das sie nicht funktionieren kann, weil nichts statisch ist.
warum als sollte sie für sie funktionieren?
picure by puppental
die ewigkeit und die bindung machen angst, weil sie scheitern bedeuten.
weil sie es müssen, weil der gegenbeweis nie gesehen worden ist.
und empirismus ist die einzige option die wahrheit der gegenwart zu finden.
wenn alle sicherheiten zerfallen, beginnt man zu tanzen.
sich zu drehen bis der schwindel die realitäten schafft.
gelegentlich lassen x und y die ewigkeit zu. aber nur die momentane.
den willen sich für diesen einen moment zu binden.
aber momente sind nicht ewig.
es ist portionierte romantik, die die augen verbindet,
und die möglichkeit des scheiterns für die sekunde ausblendet.
leichtigkeit. flüchtig, kurz einnehmend.
picture by spiegeleule
es ist nicht der kitsch, der gefährlich ist. es ist der unehrliche kitsch,
die manipulierende rosarote romantik,
die uns blendet, das schwindelgefühl zur übelkeit macht,
und uns zum fallen bringt.
x und y haben die große romantik geopfert, um frei sein zu können.
um in den zwischenräumen der flüchtigkeit fühlen zu können.
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pictures: (1) via and by puppental, (2) via and by spiegeleule




ich glaube nicht, dass xy sie opferten um frei zu sein. ich glaube wir haben nicht den mut. wir sind feige und unsere gegenwartskultur liefert uns ach so viele ausflüchte mit derer wir das bezeichnen können. globalisierung... allen ernstes?
AntwortenLöschenletztenendes stehen wir bald mit 35 da und haben keinen einzigen wirklich geliebt und uns auch dabei selbst nicht überwunden.
charlotte, bindung und ewigkeit sind nicht hänsel und gretel. bindung und scheitern eher. aber sie sind inzestuös und ziemlich geil dabei. so denke ich.
globalisierung nicht im wirtschaftlichen sinne, sondern im sinne einer dynamik. der text ist nur eine subjektive, vielleicht verzerrte und aus einer anderen perspektive falsche erklärung, nicht wahrheit, und damit auch nicht legitimation. x und y sind vielleicht feige. oder mutig. aber ich würde nicht sagen, dass offenheit liebe verhindert.
AntwortenLöschenglobalisierung als dynamik kann immer noch ein scheingrund sein... der text ist keine erklärung, er ist eine liebeserklärung an ein leben ohne liebe, weil ohne bindung. offenheit hier zu gebrauchen, das ist euphemismus-schluderei. es gleicht eher einer sturköpfigen verschlossenheit seine sensationen im zwischenraum der flüchtigkeit zu suchen anstatt sich selbst soweit erniedrigen und aufopfern zu können (alles im übertragenen sinne, aber ich hoffe, dass es hilft kerninhalte klarzumachen durch überzeichnen), dass man sich an die/den andere/n bindet.
AntwortenLöschenmister/madame anonymous,
AntwortenLöschendas hier kann keine sachliche argumentation werden, weil gefühle subjektiv sind. interpretation ist ebenso die sache des einzelnen kopfes. es ist schwierig über einen defintiv nicht sachlichen text zu diskutieren, der nicht oder nur verzerrt meine sicht widerspiegelt.
also werter herr oder dame, ich denke, dass der vage begriff der liebe viele formen annimmt, und keiner eine urteilsberechtigung über die art eines anderen sie zu leben hätte. bindung muss nicht verbindlichkeit bedeuten, und zwischenräume keinen niederen wert haben.
letzendlich gibt es mit jedem leser eine andere interpretation eines nicht-sachlichen und unklaren textes, meine ist nicht ihre. sobald ein text veröffentlicht ist, denke ich, bin ich nicht mehr an in gebunden, sondern jeder leser entscheidet seine perspektive, bzw. zuneigung oder ablehnung. ich habe kein pamphlet geschrieben, sondern, wenn sie so wollen ein poträt, dass ablehnung und zuneigung offenlässt.
das seltsamste ist, dass du genau ueber das geschrieben hast, was ich dachte, als das bild entstand
AntwortenLöschenwe know the love of our life, when we see it don't we. its just that it becomes apparent at the same time we can't live anymore when we lose it.
liebe charlotte,
AntwortenLöschenbisher habe ich gerade in der sphäre der gefühle wahre sachlichkeit gefunden, du kannst mich auch madame sabrina nennen, wenn du willst. ich sag dir, ich bin jetzt 30, schreibe für eine zeitung und hab einen kleinen wonnepropen. es tut mir leid, wenn ich vorher unhöflich oder nicht nach "netiquette" geschrieben hab. ich bin noch ziemlich neu in dem internet. ich hatte ziemlich früh meinen sohn in einer echten liebesbeziehung, so würde ich das nennen.
ich frag mich halt, warum du einen text schreibst den du selbst so nicht nachempfinden kannst, wie er denn geschrieben ist!
dann lehene ich dein porträt wohl ab. tut mir leid, charlotte. aber mein sohn ist für mich der beweis, dass echte liebe den mut zur bindung und verpflichtung braucht, auch wenn es scheitern mag. mein mann hat mich vor zwei jahren verlassen. aber julian und mir macht das nicht so viel aus!
ich glaube das ist dann mein letztes kommentar auf dieser homepage... vielleicht war ich einfach durch die anscheinende leichtigkeit, die arrogant wirken kann, aufgebracht, ich habe ja auch gefühle. ich war halt nicht in dem zwischenraum, 15 jahre in in einer beziehung, und soll ich jetzt alels falsch gemacht haben?
liebe sabrina,
AntwortenLöschenzunächst einmal: ich will mit texten niemanden angreifen. sie schreiben "ich frag mich halt, warum du einen text schreibst den du selbst so nicht nachempfinden kannst, wie er denn geschrieben ist!" ich kann nachempfinden wie mein text entstanden ist, aber ich würde ihn nie auf absolut einer so persönlicher ebene veröffentlichen, weil das für mich im internet zu weit geht. ich schreibe also aus einer distanz und "porträtiere" einen gefühlseindruck in abstrakter form, spiele mit worten. das internet ist eine tolle plattform dafür und ich finde es schön, wenn sich menschen, manchmal auf eine andere weise als ich, in dem text wiederfinden, aber ich halte meine persönlichen eindrücke in keinem fall für eine absolute wahrheit. darauf spielt übrigens auch die bezeichnung "teilweise" als blogtitel an. ein post spiegelt nur einen bruchteil (meistens meinen oder den von mir nahen menschen) der möglichen perspektiven wieder.
ich würde mir nie anmaßen, zu behaupten, was falsch oder richtig für einen menschen ist, vor allem wenn ich diesen menschen, wie sie, nicht kenne. ich zeige nur eine perspektive, ohne den anspruch überzeugen, belehren oder gar angreifen zu wollen. es tut mir leid, wenn der text auf sie in seiner leichtigkeit arrogant gewirkt hat.
ich finde es eher faszinierend, in wie vielen formen menschen glück oder liebe finden, und wenn sie mit ihrem sohn julian glücklich sind, ist das etwas, dass ich nie angreifen wollen würde. ich finde es ebenso faszinierend, wie das glück das ich in dem post ausdrücken wollte. leztendlich geht es darum, dass man glücklich ist, und es ist vollkommen egal warum oder auf welchem weg. das wege unterschiedlich sind, sagt nichts über ihre qualität für den einzelnen aus.
mit lieben grüßen,
charlotte
lilly,
AntwortenLöschenwow! das ist faszinierend, als ich dein bild gesehen hab, habe ich mir gedacht, dass es perfekt für den post ist, aber ich hätte nie gedacht, dass du dabei dasselbe gedacht hast!
lilly - don't you think there could be more than one love of your life? (not sure, just saying)
AntwortenLöscheni hope. i really do.
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